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Samstag, 14. Dezember 2013

Immer noch klarer Himmel...

Unglaublich, aber wahr! So lange gab es schon ewig keinen wolkenfreien Himmel mehr. Trotz ziemlich hellem Mond war ich in der Lage, einige Dinge zu beobachten und Bilder zu machen.

Mond (13.12.2013; 23:15 Uhr)
Ziemlich voll, also Samstag abendmäßig, prangt der Mond am Himmel und stört vor allem. Wer sich ziemlich detaillierte Karten der Krater anschauen möchte, kann dies auf einer Seite der Arizona State University machen.

Oriongürtel (13.12.2013; 23:19 Uhr)
Im Süden konnte man sehr schön Orion sehen. Auf dem Bild ist der Gürtel des Orion (von links unten nach rechts oben Alnitak (ζ Ori [HIP 26727 A]), Alnilam (ε Ori [HIP 26311]) und Mintaka (δ Ori [HIP 25930 A])), sowie in der unteren Bildmitte der große Orionnebel (M 42 - NGC 1976) zu sehen. Rechts unten strahlt Rigel (β Ori [HIP 24436]). In der Mitte am rechten Bildrand bildet Cursa (β Eri [HIP 23875]) aus dem Sternbild Eridanus noch das untere Ende des Dreiecks.

Jupiter und die Zwillinge (13.12.2013; 23:18 Uhr)
Der Star des Abends war jedoch weiter oben im Osten zu sehen. Jupiter steht immer noch nahe Castor (α Gem [HIP 39850 A]) und Pollux (β Gem [HIP 37826]). Zur besseren Übersicht dient das nächste Bild.
Jupiter und die Zwillinge mit Hilfslinien (13.12.2013; 23:18 Uhr)
Castor und Pollux bilden die "Köpfe" der Zwillinge, wobei sich Castor weiter oben im Bild befindet. Jupiter befindet sich direkt bei Wasat (δ Gem [HIP 35550]), quasi in Pollux' Schritt. Direkt bei Jupiter kann man seine Monde erahnen.
Jupiter und seine Monde (13.12.2013; 23:22 Uhr)
Eingekreist sind von unten links nach oben rechts Kallisto, Europa und Io. Ganymed befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme gerade vor Jupiter. Der Stern in der unteren Bildhälfte ist Wasat aus den Zwillingen.

Dienstag, 5. März 2013

Was ISS das?

Neulich las ich, dass die ISS am frühen Abend über meinem Haus zu sehen sein würde. Leider war alles zu kurzfristig, um die Kamera richtig zu positionieren. Zudem war die Einstellung noch eher auf Tag ausgerichtet, weswegen mein erstes, aber hoffentlich nicht letztes ISS-Foto eher mies ist.
ISS (10.02.2013; 19:36 Uhr)
Der Stern oben links ist Rigel (β Ori [HIP 24436]). Man erkennt, dass ich die Kamera beim Auslösen arg verrissen habe. Zudem ist die Aufnahme viel zu lichtschwach, Rigel ist sonst ein ziemlich heller Stern. Die ISS bewegt sich allerdings mit einer relativ hohen Geschwindigkeit über den Himmel. Wenige Sekunden nach dieser Aufnahme verschwand sie im Schatten der Erde.
Rigel und der Orionnebel (10.02.2013; 19:37 Uhr)
Das zweite Bild entstand nur wenige Sekunden später - etwa die Zeit, die ich zum Ändern der Einstellungen benötigte. Die ISS ist nun komplett verschwunden, ganz im Gegensatz zum Auslöseruckler. Man sieht den sehr hellen und verwackelten Rigel in der Bildmitte, sowie den Orionnebel links. Ich hoffe, bald noch ein paar bessere Bilder machen zu können. Die Seiten Heavens Above und CalSky helfen beim Planen von ISS- und anderen Beobachtungen.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Ausblick

Ungeachtet des schlechten Wetters geht der Ausbau des Equipments weiter. Nachdem ich mir in den letzten Tagen immer wieder Gedanken um den Anschluss meiner Kamera an das Teleskop gemacht habe, habe ich heute entdeckt, dass mein Refraktor über einen T2-Anschluss verfügt. Also habe ich gleich mal wieder beim Teleskop Express eingekauft. Demnächst kommt also mein T2-EOS-Adapter, sowie gleich noch ein Nachführmotor für längere Belichtungszeiten. Außerdem habe ich mir gerade einen Fernauslöser für die Kamera gekauft. Mal gespannt, wann ich den ganzen Kram einsetzen kann.

Beobachtungsobjekte gäbe es in Zukunft genug! Am Freitag lassen sich kurz nach, bzw. während des Sonnenuntergangs Mars und Merkur sehr dicht beieinander beobachten. Hier sollte ein Fernglas sowie eine freie Sicht ausreichen. Eine Woche später, am 15. Februar besteht die Chance, den nahen Vorbeiflug eines Asteroiden zu beobachten. Darüber hat in den letzten Tagen u.a. der Spiegel berichtet. Ich hoffe für beide Tage auf gute Sichtverhältnisse.

Dienstag, 29. Januar 2013

Die Suche nach Uranus

Am 11.1. um 18:50 Uhr nutzte ich eine Lücke in der Wolkendecke und wollte mich auf die Suche nach Uranus begeben. Ein relativ aussichtsloses Unterfangen, mitten in der Stadt am frühen Abend. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, also habe ich schnell meine Kamera aufgebaut, bei Stellarium nachgeschaut, wo ungefähr der Planet zu finden sein könnte und einfach mal drauf los geknippst. Herausgekommen sind dabei mehrere Dinge:
  1. Aus dem Fenster Fotografieren ist doof.
  2. Noch doofer ist es, dabei Fensterrahmen abzulichten.
  3. Wenn man etwas aufnehmen möchte, sollte man die Kamera darauf ausrichten.
  4. Jede Menge Bilder unbekannter Sterne.
Nachdem ich nun tagelang grübelte, was mir da wohl vor die Kamera gesprungen ist, habe ich endlich mal in einem Forum nachgefragt. Da wurde mir auch umgehend geholfen, u.a. mit dem Hinweis auf eine Seite, die sich genau solcher Probleme annimmt. Jetzt weiß ich immerhin ganz sicher, dass ich Uranus nicht abgelichtet habe. Die anderen, ziemlich unscharf getroffenen Sterne konnte ich aber zuordnen.

Fische (11.01.2013; 18:54 Uhr)
Der helle Stern oben rechts ist κ Psc (HIP 115738), begleitet von 9 Psc (HIP 115768). In der Bildmitte sieht man eine Dreierreihe bestehend aus (von links nach rechts) 14 Psc (HIP 116323), 13 Psc (116146) und HIP 11951. Darunter befindet sich noch HIP 115945.

Der gesuchte Uranus befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme etwa 15° weiter östlich und 5° weiter nördlich. Knapp daneben ist auch vorbei. Vielen Dank an die kompetente Hilfe vom astrotreff und von Astrometry!

Sonntag, 27. Januar 2013

Is there anybody out there?

Seit gestern lausche ich munter mit, SETI@home macht's möglich! SETI (Search for ExtraTerrestrial Intelligence) ist ein Programm, dass seit den 1960er Jahren nach Mustern in Radiosignalen sucht, die technischen und nichtirdischen Ursprungs sein könnten. Zur Analyse der aufgenommenen Daten ist eine enorme Rechnerleistung notwendig. Um diese zu erreichen, gibt es seit 1999 die Möglichkeit, seinen privaten Rechner zur Verfügung zu stellen. Dazu lädt man sich ein kleines Programm der Uni Berkeley runter (BOINC - Berkeley Open Infrastructure for Network Computing). Dieses empfängt dann von SETI einen Auftrag, rechnet ihn durch und schickt die Ergebnisse an SETI zurück. Die vom Programm genutzten PC-Ressourcen lassen sich einstellen, so dass die eigene Arbeit nicht behindert wird.

Eigentlich bin ich eher jemand, der seinen eigenen Rechner gerne für sich alleine hat. Aber das Programm finde ich spannend. Und die Idee, dass ausgerechnet ich das erste Signal von ET oder Alfs Notruf empfange, finde ich witzig. Wer SETI weniger spannend findet, kann sich auch anderen Projekten anschließen, BOINC stellt da ein breites Spektrum zur Auswahl.

Samstag, 5. Januar 2013

Los geht's

Da geht man mal eben zu einer Pink Floyd-Show ins Planetarium, schon ist man angefixt von Sternen, Planeten und all dem Kram, den man sich viel zu selten bewusst anschaut. Nachdem dann kurz später die ersten (ziemlich miesen) Fotos des nächtlichen Sternenhimmels entstanden, war es nicht mehr weit bis zur Idee, diesen Blog zu starten. Schaunmermal...

Als Equipment dient mir derzeit:
  • Stellarium zur Orientierung am Himmel zu verschiedenen Zeiten
  • Nikon Action 10x50 CF Fernglas zur Beobachtung
  • Canon EOS 1100D mit EF 75-300 mm 1:4-5,6 III zum Fotografieren
Im Moment ist der Himmel zu bewölkt, um vernünftige Bilder und Beobachtungen machen zu können. Doch das ändert sich hoffentlich bald...

Meine Bibliothek astronomischer Bücher ist derzeit (noch) recht spärlich bestückt:
  • "Der Kosmos Sternführer" von Dunlop und Tirion
  • "Die Kosmos Himmelskunde - Planeten, Sterne, Galaxien" von Herrmann
  • "Kosmos Himmelsjahr 2013 - Sonne, Mond und Sterne im Jahreslauf" von Keller
Etwas Kosmos-lastig, aber die waren gerade greifbar, wirken gut aufgemacht und sind überall vorhanden.