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Mittwoch, 5. Februar 2014

Das soll ein Messier sein? Das ist ein Messier!

Der klare Himmel gestern brachte mich und mein Fernglas auf die Suche nach Sternhaufen in den nördlichen Ausläufern des Achterdecks. Die eher dunkle Region kann man gut ausgehend von Sirius finden. Etwa zwei Gesichtsfelddurchmesser nach links, schon stößt man auf Messier 47, einen offenen Sternhaufen. Nach einiger Zeit konnte ich über der hell erleuchteten Innenstadt etwa 10 Sterne auflösen. Ein beeindruckender Anblick.

Etwas weiter östlich sollte man eigentlich Messier 46, einen jedenfalls am Himmel benachbarten offenen Sternhaufen, erkennen können. Dieser ist jedoch etwas weniger hell und wurde komplett von den Lichtern der Stadt überstrahlt.

Auch NGC 2423, den dritten Sternhaufen im Bunde, konnte ich nicht erkennen. Dieser befindet sich ein Stück oberhalb von M47, ist jedoch ebenfalls relativ dunkel.

Sonntag, 15. Dezember 2013

I see the red moon rising

Überraschenderweise blieb gestern die erste Nachthälfte wolkenfrei und klar. Zeit, endlich mal die Möglichkeiten meiner gebraucht erstandenen Russentonne auszuprobieren. Gegen Abend war Venus als erster Lichtpunkt am Firmament zu sehen. Mit dem MC MTO-11CA war jedoch schön zu sehen, dass es sich nicht um einen Lichtpunkt, sondern um eine kleine Sichel handelt.

Zweites Beobachtungsobjekt vor dem Aufziehen der Wolken war der nun fast volle Mond. Dieser war gestern auch stark in den Medien vertreten, gelang es doch China als dritter Nation eine erfolgreiche Mondlandung durchzuführen. Zur Russentonne gehören noch drei Filter (rot, grün, UV), von denen ich den Roten mal zur Abschwächung der Leuchtkraft genutzt habe. Eine Mondbeobachtung war damit sehr augenfreundlich möglich. Ich hoffe auf weitere klare Nächte bei günstiger stehendem Terminator.

Samstag, 14. Dezember 2013

Immer noch klarer Himmel...

Unglaublich, aber wahr! So lange gab es schon ewig keinen wolkenfreien Himmel mehr. Trotz ziemlich hellem Mond war ich in der Lage, einige Dinge zu beobachten und Bilder zu machen.

Mond (13.12.2013; 23:15 Uhr)
Ziemlich voll, also Samstag abendmäßig, prangt der Mond am Himmel und stört vor allem. Wer sich ziemlich detaillierte Karten der Krater anschauen möchte, kann dies auf einer Seite der Arizona State University machen.

Oriongürtel (13.12.2013; 23:19 Uhr)
Im Süden konnte man sehr schön Orion sehen. Auf dem Bild ist der Gürtel des Orion (von links unten nach rechts oben Alnitak (ζ Ori [HIP 26727 A]), Alnilam (ε Ori [HIP 26311]) und Mintaka (δ Ori [HIP 25930 A])), sowie in der unteren Bildmitte der große Orionnebel (M 42 - NGC 1976) zu sehen. Rechts unten strahlt Rigel (β Ori [HIP 24436]). In der Mitte am rechten Bildrand bildet Cursa (β Eri [HIP 23875]) aus dem Sternbild Eridanus noch das untere Ende des Dreiecks.

Jupiter und die Zwillinge (13.12.2013; 23:18 Uhr)
Der Star des Abends war jedoch weiter oben im Osten zu sehen. Jupiter steht immer noch nahe Castor (α Gem [HIP 39850 A]) und Pollux (β Gem [HIP 37826]). Zur besseren Übersicht dient das nächste Bild.
Jupiter und die Zwillinge mit Hilfslinien (13.12.2013; 23:18 Uhr)
Castor und Pollux bilden die "Köpfe" der Zwillinge, wobei sich Castor weiter oben im Bild befindet. Jupiter befindet sich direkt bei Wasat (δ Gem [HIP 35550]), quasi in Pollux' Schritt. Direkt bei Jupiter kann man seine Monde erahnen.
Jupiter und seine Monde (13.12.2013; 23:22 Uhr)
Eingekreist sind von unten links nach oben rechts Kallisto, Europa und Io. Ganymed befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme gerade vor Jupiter. Der Stern in der unteren Bildhälfte ist Wasat aus den Zwillingen.

Freitag, 13. Dezember 2013

I'm your Venus

Das unerwartet gute Wetter der letzten Tage ist nicht nur gut für's Gemüt, sondern bereitet einem auch den ein oder anderen wunderbaren Blick auf das Himmelszelt. Gerade sieht man sehr schön den stark zunehmenden Mond im Osten aufgehen, während im Westen sich die Venus auf ihren Untergang vorbereitet.

Venus (13.12.2013; 17:30 Uhr)
Der Abendstern steht hell leuchtend über dem Südwestlichen Horizont. Mit größerer Auflösung könnte man sehen, dass nur ein geringer Teil der Venus beleuchtet ist. Sie nähert sich gerade ihrer Konjunktion, was bedeutet, dass sie bald zwischen Erde und Sonne stehen wird. Leider habe ich den Venustransit vor 18 Monaten verpasst. Der nächste kommt erst wieder 2117 und wird deswegen vermutlich auch ohne mich stattfinden.

Venus und Nachbar (13.12.2013; 17:36 Uhr)
Bei genauerer Betrachtung kann man neben Venus noch ein paar Sterne sehen. Ich bin mir nicht ganz sicher, welcher hier getroffen wurde, es handelt sich aber auf jeden Fall um einen Stern aus dem Steinbock.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Jupiter und die Zwillinge

Gestern Abend war nach langer Zeit mal wieder klarer Himmel und beste Sicht auf die winterlichen Sternbilder. Eindrucksvoll stand Orion im Süden. Im Fernglas war deutlich der große Orionnebel zu sehen. Auch die Plejaden und die Hyaden im Stier waren schön zu erkennen. Sirius entfaltete seine volle Strahlkraft ein wenig oberhalb des Horizonts.

Der Mond zeigte sich in halber Pracht, wodurch die Krater vor allem auf der südlichen Hälfte gut zur Geltung kamen. Jedoch wird er langsam zu hell, um ihn längere Zeit ohne Filter zu beobachten. Aber es ist ja bald Weihnachten...

Das Highlight des Abends war jedoch Jupiter, der sich derzeit in den Zwillingen befindet. Neben dem leuchtenden Trio Jupiter, Castor und Pollux waren alle vier galileischen Monde zu sehen, die sich wie an einer Schnur gezogen Richtung nördlichen Horizont neigten. Ein wunderbarer Anblick, der Lust auf mehr macht! Heute morgen jedoch zeigte sich der Himmel wieder im gewohnten Grau. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Sonntag, 29. September 2013

Winter is coming

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, so langsam werden die Wintersternbilder sichtbar. Bei bester Sicht waren gestern ein paar Blicke auf Uranus drin. Außerdem lassen sich in der zweiten Nachthälfte Orion und Stier beobachten. Vor allem die Plejaden standen in all ihrer Schönheit hoch am Himmel.
Plejaden (29.09.2013; 02:03 Uhr)
Ich finde die Plejaden immer wieder großartig. Zunächst sieht man mit dem bloßen Auge lediglich einige wenige Lichtpunkte, umgeben von einem diffusen Schimmer. Im Fernglas lassen sich dann unzählige einzelne Sterne auflösen. Zur Benennung der helleren Sterne findet man unter "Haufenweise Sterne" vom 31.01.2013 jede Menge Informationen.
Fische mit Uranus (29.09.2013; 01:54 Uhr)
Uranus ließ sich gestern sehr schön im Sternbild Fische beobachten. Zum besseren Auffinden helfen die Informationen aus "There's a Fish in Uranus..." vom 07.09.2013. Die Dreierkette ausgehend von δ Psc (HIP 3786) zeigt direkt nach rechts unten auf Uranus.

Samstag, 7. September 2013

There's a fish in Uranus...

...bzw. andersrum. Nachdem mir Neptun zwar kaum sichtbar, aber dennoch vor die Linse gesprungen ist, suchte ich etwas weiter nach Uranus. Dieser befindet sich derzeit in den Fischen und ist deutlich heller als Neptun. Kein Wunder, befindet er sich doch durchschnittlich 1,6 Mrd. km näher an der Erde als sein äußerer Nachbar. Im Fernglas war Uranus deutlich zu sehen, also habe ich die Kamera darauf ausgerichtet.
Fische und Uranus (07.09.2013; 02:30 Uhr)
Man sieht etwas oberhalb der Bildmitte drei Sterne in einer Reihe stehen. Der obere, hellste ist δ Psc (HIP 3786). Diese drei Sterne zeigen nach rechts unten. Der nächst hellere Lichtpunkt in Zeigerichtung ist Uranus.
Fische und Uranus (07.09.2013; 02:30 Uhr)
Ich habe versucht, den Ausschnitt mit etwas größerer Brennweite abzulichten. Ist auch halbwegs gelungen.
Fische und Uranus (07.09.2013; 02:32 Uhr)
Deutlich erkennt man wieder die Sternenreihe. Uranus ist im Kreis zu sehen. Danach zogen Wolken auf, schade eigentlich.

Knapp vorbei

Nach langer Auszeit habe ich am Abend die Wolkenlücke nach dem Gewitter genutzt und mal wieder ein paar Bilder vom Nachthimmel gemacht. Da man über der Innenstadt nichts sieht, musste ich die Bilder auf gut Glück schießen. Statt ein Sternzeichen voll zu erwischen, habe ich immer schon Zwischenräume geknippst. Auch schön.
Adlerkopf (07.09.2013; 00:18 Uhr)

Man erkennt über den Dachabschnitt drei Sterne in einer Reihe von links unten nach rechts oben. Diese drei bilden den Kopf des Adlers. Es sind in obiger Reihenfolge Alshain (β Aql [HIP 98036]), Altair (α Aql [HIP 97649]) und Tarazed (γ Aql [HIP 97278]). Altair bildet zusammen mit Wega in der Leier und Deneb im Schwan das Sommerdreieck, welches sich so langsam vom Nachthimmel verabschiedet. Oben links sieht man noch schwach den Schwanz des Delphins ε Del (HIP 101421).

Da Wassermann gerade günstig stand und Neptun sich gerade dort aufhält, begab ich mit mit meinen spärlichen Mitteln auf die Suche nach dem äußersten Planeten unseres Sonnensystems.
Wassermann mit Neptun (07.09.2013; 01:48 Uhr)
Der helle Stern in der Bildmitte ist Skat (δ Aqr [HIP 113136]). Von dort aus sieht man rechts oberhalb noch zwei weitere Sterne des Wassermann, nämlich τ Aqr (HIP 112716) und σ Aqr (HIP 111123A). Ein Stück rechts neben Letztgenanntem befindet sich Neptun, in starker Vergrößerung pixelig zu sehen.
Wassermann mit Neptun (07.09.2013; 01:48 Uhr)
Nochmal das gleiche Bild, jetzt mit eingezeichneten Sternbildlinien. Im weißen Kreis befindet sich Neptun.

Samstag, 11. Mai 2013

Gewaagtes Bild

Gestern zog ein mächtiges Regengebiet durch, unterbrochen von einer kleinen, aber feinen Lücke. So gelang mir, nach unzähligen Kämpfen mit dem Objektiv, ein halbwegs netter Schnappschuss von Jungfrau, Waage und Saturn.
Waage und Saturn (11.05.2013; 01:58 Uhr)
Man erkennt etwas rechts der Bildmitte Saturn, weiter rechts davon Spica (α Vir [HIP 65474]), den hellsten Stern der Jungfrau. Schräg links unterhalb Saturns sieht man Zubenelgenubi (α Lib [HIP 72622]), den hellen Doppelstern der Waage, direkt auf der Ekliptik liegen. Schräg links oberhalb davon ist Zubeneschamali (β Lib [HIP 74785]) zu sehen. Links oben sieht man noch deutlich zwei helle beieinanderstehende Sterne: rechts oben Yed Prior (δ Oph [HIP 79593]), links unten Yed Posterior (ε Oph [HIP 79882]) - die vordere und die folgende Hand des Schlangenträgers. Unten links im Bild sieht man schwach im Lichtsmog Antares (α Sco [HIP 80763]), den hellsten Stern im Skorpion.

Rechts neben den Schlangenträgerhänden ist ein Teil des Schlangenkopfes zu sehen. Zwischen Antares und Zubeneschamali sieht man einige der Sterne, die den Kopf des Skorpions bilden. Sie sind in einer leicht gebogenen Linie beinahe senkrecht angeordnet.
Sternbilder (11.05.2013; 01:58 Uhr)
Da der Himmel doch relativ hell ist, habe ich die angesprochenen Sternbilder nochmal eingezeichnet. So hat man einerseits einen besseren Überblick, andererseits sieht man Saturn deutlicher.

Samstag, 4. Mai 2013

MoFi und Saturn

Am 25.4.2013 konnte man eine partielle Mondfinsternis beobachten. Ihren Höhepunkt erreichte sie gegen 22:07 Uhr, genau wie das Wolkenband, welches die Sicht darauf behinderte. Immer noch ohne Teleobjektiv und zu kurzfristig zu Hause, um das Teleskop auszurichten, blieb mir nur das Normalobjektiv für eine paar miese Schnappschüsse.
Mond (25.04.2013; 21:48 Uhr)
Man sieht oben links deutlich den Schattenwurf der Erde. Später sah man Wolken, dann war der Spuk auch schon wieder vorbei.

Mehr Glück hatte ich mit Saturn eine Woche später. Da er nicht sehr hoch steht, kann ich das Teleskop nutzen und ihn durch das Fenster beobachten. Es ist sehr schwierig mit dem Teleskop und dem groben Vortrieb halbwegs scharf zu stellen. Dazu kommt noch jede Menge Hitzewallungen der Stadt und die ISO-Körnung. Dennoch kann man halbwegs was erkennen.
Saturn (03.05.2013; 23:50 Uhr)
Etwas dunkel, dennoch erkennt man die Ringe des Gasriesen.
Saturn vergrößert (03.05.2013; 23:50 Uhr)
Die Bilder sind alles in allem ziemlicher Mist. Aber es sind meine ersten Planetenbilder, und dafür finde ich sie gar nicht mal so übel. Vor allem, wenn man die Rahmenbedingungen bedenkt. Naja, die Nacht ist jung. Ich schau mir jetzt noch eine Weile den Planeten an, allerdings ohne Kamera.



Mittwoch, 27. März 2013

Saturn

Das Warten hat sich gelohnt! Saturn ist wunderbar zu sehen. Selbst bei hellem Mond und mitten in der Stadt kann ich die Ringe deutlich erkennen. Das Seeing ist relativ bescheiden, jede Menge Turbulenzen und die Fensterscheibe machen mir etwas zu schaffen, dennoch bin ich von meinem ersten detaillierten Blick auf den Ringplaneten begeistert. Ich hoffe, es werden noch einige Saturn-Nächte folgen. Eventuell mit einem neuen Okular. Etwas mehr Vergrößerung wäre super!

Dienstag, 26. März 2013

I see the bad moon rising

Die Kamera ist zwar weg, die Wolken dafür auch! Endlich ein freier Himmel! Sterne werde ich heute zwar nicht so viele sehen, da hat der fast volle Mond etwas gegen, dafür lässt dieser sich wunderbar beobachten. Bei bester Sicht gelange ich auch recht schnell zu der Erkenntnis, dass demnächst mal ein Graufilter angeschafft werden muss. Unglaublich, wie hell unser Trabant leuchtet. Dennoch habe ich wunderbare Blicke auf die großen Meere und kleinen Krater erhaschen können. Am Rand lässt sich erahnen, wie zerklüftet die Oberfläche in Wirklichkeit sein muss. Ich hoffe, in den nächsten Wochen mal einen Blick auf die Kater in der Nähe des Terminators werfen zu können. Dann treten die Konturen erst richtig hervor.

Mal schauen, ob ich Saturn heute noch zu sehen bekomme. Oder wird mir das wieder zu spät? Schaunmermal...

Dienstag, 5. März 2013

Was ISS das?

Neulich las ich, dass die ISS am frühen Abend über meinem Haus zu sehen sein würde. Leider war alles zu kurzfristig, um die Kamera richtig zu positionieren. Zudem war die Einstellung noch eher auf Tag ausgerichtet, weswegen mein erstes, aber hoffentlich nicht letztes ISS-Foto eher mies ist.
ISS (10.02.2013; 19:36 Uhr)
Der Stern oben links ist Rigel (β Ori [HIP 24436]). Man erkennt, dass ich die Kamera beim Auslösen arg verrissen habe. Zudem ist die Aufnahme viel zu lichtschwach, Rigel ist sonst ein ziemlich heller Stern. Die ISS bewegt sich allerdings mit einer relativ hohen Geschwindigkeit über den Himmel. Wenige Sekunden nach dieser Aufnahme verschwand sie im Schatten der Erde.
Rigel und der Orionnebel (10.02.2013; 19:37 Uhr)
Das zweite Bild entstand nur wenige Sekunden später - etwa die Zeit, die ich zum Ändern der Einstellungen benötigte. Die ISS ist nun komplett verschwunden, ganz im Gegensatz zum Auslöseruckler. Man sieht den sehr hellen und verwackelten Rigel in der Bildmitte, sowie den Orionnebel links. Ich hoffe, bald noch ein paar bessere Bilder machen zu können. Die Seiten Heavens Above und CalSky helfen beim Planen von ISS- und anderen Beobachtungen.

Sonntag, 17. Februar 2013

Sun is shining

Zwar machten die Wolken jedem einen Strich durch die Rechnung, der am Freitag den Asteroiden 2012 DA14 beobachten wollte, nicht aber den Sonnenhungrigen heute morgen. Und so kam auch ich zu dem Vergnügen, ein paar Bilder des Zentralsterns machen zu können. Diesmal sogar mit der Barlow-Linse.
Sonne (17.02.2013; 11:02 Uhr)
























Sonntag, 10. Februar 2013

Here comes the sun


Endlich mal ein wolkenfreier Himmel. Da gestern der T2-Adapter eingetroffen ist, nutze ich die Gelegenheit gleich mal für ein paar Fotos der Sonne. Das Fokussieren ist ziemlich schwierig, weil das Einstellrad des Teleskops doch etwas schwergängiger als das eines Objektivs ist. Außerdem war gestern Kneipenkarneval angesagt, was das Sehvermögen immer noch etwas trübt. Ich habe etwas mit der Belichtungszeit und der Lichtempfindlichkeit rumgespielt und ein paar halbwegs brauchbare Bilder erhalten. Aus irgendwelchen Gründen (vermutlich ist auch hier der Karneval schuld) habe ich nicht daran gedacht, die Barlow-Linse vor der Kamera zu platzieren. Als mir dieser Gedanke kam, stand die Sonne auch schon wieder zu tief im Westen, um sie vernünftig beobachten zu können. Ich hoffe auf eine ähnlich gute Sicht morgen.

Sonne (10.02.2013; 12:56 Uhr)
Man erkennt einige wenige Sonnenflecken nordöstlich der Mitte, sowie nochmal östlich davon. Für den nächsten sonnigen Tag hoffe ich ein wenig auf meine Barlow-Linse und ein paar Ideen zur Bildverarbeitung.

Donnerstag, 31. Januar 2013

Haufenweise Sterne

Es blieb gestern Abend glücklicherweise klar! Da ich allerdings keine große Lust auf eine größere Feldexpedition hatte, blieb es bei ein paar Bildern aus dem Fenster
Übersicht (30.01.2013; 20:28 Uhr)
Im Übersichtsbild erkennt man deutlich und hell Jupiter. Außerdem sieht man wieder links unterhalb von Jupiter eine Spiegelung in der Fensterscheibe. Links oberhalb sind die Monde Ganymed (nah) und Kallisto zu erkennen, Io und Europa werden überstrahlt. Am unteren Bildrand ist Aldebaran (α Tau [HIP 21421]) zu erkennen, von dort ausgehend V-förmig die Hyaden (Regengestirn). Oben rechts sind die Plejaden zu erahnen. Etwa auf einer Linie zwischen Aldebaran und Jupiter liegt Ain (ε Tau [HIP 20889]). Geht man von dort schräg links nach oben kann man die Position von Vesta gerade noch erahnen.
Plejaden (30.01.2013; 20:30 Uhr)
Hier sieht man deutlich die Plejaden, auch Siebengestirn genannt. Die Sterne heißen links oben Pleione (28 Tau [HIP 17851]), darunter Atlas (27 Tau [HIP 17847]), rechts daneben Alcyone (η Tau [HIP 17702]), schräg darunter Merope (23 Tau [HIP 17608]), rechts daneben Electra (17 Tau [HIP 17499]), darüber Celaeno (16 Tau [HIP 17489]), links darüber Maia (20 Tau [HIP 17573]), rechts daneben Taygeta (q Tau [HIP 17531]) und darüber dann Asterope (21 Tau [HIP 17579]). Die anderen Sterne gehören größtenteils zum Sternbild Stier.
Hyaden (30.01.2013; 20:40 Uhr)
Hier sieht man die Hyaden, das Herzstück des Sternbilds Stier. Ausgehend von Aldebaran in der oberen Bildmitte kann man eine V hellerer Sterne erkennen, dass schließlich bei Ain endet. Charakteristisch sind die beiden Doppelsterne in der Nähe Aldebarans, links unten σ1 Tau (HIP 21673) und σ2 Tau (HIP 21683), sowie rechts unterhalb θ1 Tau (HIP 20885) und θ2 Tau (HIP 20894). Wenn man weiß, wo man suchen muss, findet man am oberen Bildrand wieder Vesta.
Vesta (30.01.2013; 20:40 Uhr)
Damit man Vesta auch findet, wenn man nicht weiß, wo man suchen muss, hab ich sie im Ausschnitt eingekreist.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Jupiter kurz nach Sonnenuntergang

Nachdem es den ganzen Tag geregnet hat, bricht am Abend die Wolkendecke auf und der Blick ist frei auf den Himmel kurz nach Sonnenuntergang. Da hab ich natürlich ein paar Bilder geschossen.

Jupiter (30.01.2013; 18:08 Uhr)
Jupiter (Ausschnitt)

Man sieht Jupiter umgeben von einigen Sternen im Sternbild Stier. Von den Jupitermonden sind links unten Kallisto und Ganymed deutlich zu erkennen, rechts oben sieht man Io, Europa befindet sich aktuell zwischen Io und Jupiter und wird von diesem überstrahlt. Im Ausschnitt erkennt man alle vier Galileischen Monde. Außerdem sieht man, dass sich die Erde doch ordentlich schnell dreht und Aufnahmen ohne Nachführung sehr schnell unscharf werden. In der Hoffnung, noch einen Blick auf Vesta werfen zu können, habe ich rausgezoomt und einen größeren Bereich fotografiert.

Jupiter und Vesta (30.01.2013; 18:09 Uhr)
Vesta (Ausschnitt)
Zugegeben, auf diesem Bild sieht man nun wirklich wenig. In der Vergrößerung zeigt sich jedoch ein kleiner, relativ dunkler Fleck an der Stelle, an der Vesta zu erwarten wäre. Ich habe den Punkt mal eingekreist. Außerdem sieht man auch hier einige Sterne des Stier, allen voran Ain (ε Tau [HIP 20889]) rechts oberhalb von Vesta. Hoffentlich bleibt es jetzt etwas länger klar.



Dienstag, 29. Januar 2013

Die Suche nach Uranus

Am 11.1. um 18:50 Uhr nutzte ich eine Lücke in der Wolkendecke und wollte mich auf die Suche nach Uranus begeben. Ein relativ aussichtsloses Unterfangen, mitten in der Stadt am frühen Abend. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, also habe ich schnell meine Kamera aufgebaut, bei Stellarium nachgeschaut, wo ungefähr der Planet zu finden sein könnte und einfach mal drauf los geknippst. Herausgekommen sind dabei mehrere Dinge:
  1. Aus dem Fenster Fotografieren ist doof.
  2. Noch doofer ist es, dabei Fensterrahmen abzulichten.
  3. Wenn man etwas aufnehmen möchte, sollte man die Kamera darauf ausrichten.
  4. Jede Menge Bilder unbekannter Sterne.
Nachdem ich nun tagelang grübelte, was mir da wohl vor die Kamera gesprungen ist, habe ich endlich mal in einem Forum nachgefragt. Da wurde mir auch umgehend geholfen, u.a. mit dem Hinweis auf eine Seite, die sich genau solcher Probleme annimmt. Jetzt weiß ich immerhin ganz sicher, dass ich Uranus nicht abgelichtet habe. Die anderen, ziemlich unscharf getroffenen Sterne konnte ich aber zuordnen.

Fische (11.01.2013; 18:54 Uhr)
Der helle Stern oben rechts ist κ Psc (HIP 115738), begleitet von 9 Psc (HIP 115768). In der Bildmitte sieht man eine Dreierreihe bestehend aus (von links nach rechts) 14 Psc (HIP 116323), 13 Psc (116146) und HIP 11951. Darunter befindet sich noch HIP 115945.

Der gesuchte Uranus befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme etwa 15° weiter östlich und 5° weiter nördlich. Knapp daneben ist auch vorbei. Vielen Dank an die kompetente Hilfe vom astrotreff und von Astrometry!

Montag, 28. Januar 2013

Saturn am Morgen

Der Morgen überraschte mit klarem Himmel! Leider blieb nur wenig Zeit, da die Arbeit rief. Dennoch reichte es für einen kurzen Blick mit dem Fernglas auf Saturn, welcher sich heute um 7:10 Uhr zwischen Waage und Jungfrau befand. Bei schon relativ weit fortgeschrittenem Sonnenaufgang waren aus meinem Fenster ansonsten lediglich Zubenelgenubi (α2 Lib [HIP 72622]) und Spica (α Vir [HIP 65474]) zu sehen.

Am Vorabend waren durch eine kleine Wolkenlücke Jupiter und Orion zu sehen. Außerdem der Vollmond, welcher sich umringt von einem eindrucksvollen Halo inklusive eines kleinen Nebenmonds zeigte. Ich hoffe au ähnlich gute Sicht in den nächsten Tagen und eine griffbereite Kamera im richtigen Moment.

Samstag, 26. Januar 2013

Hier kommt die Sonne

Heute Mittag gab es einen kurzen Moment mit freier Sicht auf die Sonne. Ich habe sogleich mein Teleskop in Position gebracht, den Sonnenfilter draufgesteckt und ausgerichtet. War alles etwas hektisch, aber halbwegs erfolgreich. Im Moment gibt es allerdings nur recht wenige Sonnenflecken zu sehen. Eine kleine dunkle Stelle rechts oben im Okular, also links unten auf der Sonnenscheibe, konnte ich jedoch entdecken. Mein erster Sonnenfleck! Kurz später zogen wieder Wolken auf, also waren keine weiteren Beobachtungen möglich.

Fazit: Es war eine gute Idee, den Sonnenfilter zu kaufen. Auf die nächsten wolkenfreien Nachmittage bin ich gespannt.